
Der Evangelist Matthäus
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Die Geschichte
Am 15. Juli 1367 beauftragte die Florentiner Wechslerzunft Andrea di Cione, den alle Orcagna nannten, ihren Schutzpatron zu malen, den Apostel Matthäus, der selbst einst Zöllner gewesen war. Bestimmt war das Bild für einen Pfeiler von Orsanmichele, jenem eigenartigen Bau, der unten Kornmarkt und oben Kirche war und in dem jede Zunft ein Bild ihres Heiligen hielt. Orcagna führte eine der geschäftigsten Werkstätten der Stadt, doch mitten in der Arbeit erkrankte er. Er starb im August des folgenden Jahres, und sein jüngerer Bruder Jacopo di Cione vollendete die Tafel. Matthäus steht mit Evangelium und Feder da, in einem weiten rosa Mantel mit rotem Futter über einer hellblauen Tunika, während kleinere Szenen ringsum aus seinem Leben erzählen. Längst hat das Bild Orsanmichele verlassen und hängt heute in den Uffizien.

