Der heilige Veranus zwischen zwei Engeln und sechs Szenen aus seiner Legende

Der heilige Veranus zwischen zwei Engeln und sechs Szenen aus seiner Legende


Details

Jahr
1263
Technik
Tempera auf Holz
Maße
157 × 97 cm

Die Geschichte

Der Bischof in der Mitte ist Veranus von Cavaillon, ein Heiliger des 6. Jahrhunderts aus der Provence. Dass eine toskanische Landgemeinde sein Bild wollte, liegt an der Pfarrkirche von Peccioli in den Hügeln südlich von Pisa, die ihm geweiht war und schon 1171 urkundlich erscheint. Die Tafel entstand deutlich später, im dritten Viertel des 13. Jahrhunderts, zwischen 1250 und 1275, für ihren Altar. Der Heilige steht in ganzer Größe da, an jeder Schulter ein Engel, und an den Seiten erzählen sechs kleine Felder seine Legende. Gemalt ist das in der griechischen Manier, wie man in Italien die aus Byzanz gekommene Malweise nannte. In der Toskana war das noch die übliche Art, einen Heiligen zu zeigen, während in Pisa der Bildhauer Nicola Pisano die Kanzel des Baptisteriums signierte, datiert 1260, mit Figuren, die er von römischen Sarkophagen übernommen hatte. Während der napoleonischen Klosteraufhebungen verließ die Tafel die Toskana. Nach Mailand kam sie erst 1982, als Geschenk aus Privatbesitz. Wer sie gemalt hat, weiß niemand. Man nennt ihn den Meister von San Verano, nach diesem einen Bild.

Tausende weitere Geschichten in der App.