
Der heilige Zenobius erweckt einen toten Knaben
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Die Geschichte
Das Wunder spielt vor einer Kirche, die es nicht mehr gibt. Glockenturm und Chor im Hintergrund gehören zu San Pier Maggiore in Florenz, das 1784 abgerissen wurde. Genau dort verortet eine Lebensbeschreibung des heiligen Zenobius aus dem 15. Jahrhundert die Geschichte. Eine Mutter, die nach Rom pilgerte, hatte ihren kleinen Sohn dem Bischof anvertraut. Während einer Prozession bei San Pier Maggiore geriet das Kind unter einen Karren. Die Mutter legte den toten Jungen dem Heiligen zu Füßen, und Zenobius erweckte ihn wieder zum Leben. Biliverti malte die Szene wohl in den 1610er-Jahren und kleidete sie in seine eigene Zeit. Der Bischof und seine Diakone tragen schwere Gewänder, wie sie die Geistlichen seiner Tage anlegten, bestickt mit kleinen Heiligenfiguren. Auf der Schließe, die den Chormantel zusammenhält, sitzt das Wappen der Girolami, der Florentiner Familie, für die das Bild entstand.