
Die Heiligen Hieronymus, Leonhard und Nikolaus
Details
Die Geschichte
Hieronymus trägt hier Rot und den breitkrempigen Hut eines Kardinals. Den roten Hut verlieh der Papst den Kardinälen erst 1245, mehr als 800 Jahre nach dem Tod des Kirchenvaters, doch in der spätmittelalterlichen Malerei wurde er sein festes Kennzeichen. Er versorgt die Pranke eines Löwen, der ihm nach der Legende treu blieb, weil er ihm einen Dorn herausgezogen hatte. Rechts steht Nikolaus in Mitra und Chormantel, auf seinem Buch liegen drei goldene Kugeln, das Gold, das er heimlich drei armen Schwestern schenkte, damit sie heiraten konnten. Zwischen beiden steht Leonhard in der Mönchskutte und hält eine Kette mit geöffneter Fessel. Er galt als Helfer der Gefangenen, und im bäuerlichen Bayern und Österreich schützte er auch Pferde und Vieh. Ein oberösterreichischer Maler schuf die Tafel im letzten Viertel des 15. Jahrhunderts. 1897 kaufte die kaiserliche Gemäldegalerie sie vom Kapuzinerkloster in Ried im Innkreis.




