
Didier Descouens · PD
Der heilige Ludwig und der heilige Georg mit der Prinzessin
Details
Die Geschichte
Wer in Venedig ein Amt abgab, hinterließ ein Bild. Giorgio Venier verließ das Salzamt im Palazzo dei Camerlenghi am Rialto im September 1551, Alvise Foscarini im Mai 1552, und beide stifteten nach altem Brauch ein Votivgemälde für ihre Amtsstube. So teilen sich zwei Namenspatrone eine Leinwand, Georg mit dem erlegten Drachen und Ludwig von Toulouse im Bischofsgewand mit Mitra und Krummstab. Ungewöhnlich ist die Frauenfigur. Tintoretto setzt die gerettete Königstochter mitten in den Vordergrund, auf den toten Drachen selbst, den Oberkörper herumgedreht, den Blick nach oben zu Georg, dessen blanke Rüstung sie spiegelt. Am Rialto blieb das Bild nicht. Von 1777 bis 1937 hing es in einer kleinen Kapelle des Dogenpalasts, danach kam es in die Accademia.




