
Andrea Mantegna · PD
Simson und Delila
Details
Die Geschichte
Um 1495, in Mantegnas späten Jahren in Mantua, wird diese alttestamentliche Geschichte zu einer scharfen moralischen Warnung. Simson ist Delila schon in den Schoß gesunken, während eine Dienerin ihm das Haar abschneidet, von dem seine Kraft abhing. In den Baum dahinter ist ein lateinischer Satz eingeschnitten, der sagt, die Frau sei dreimal schlimmer als der Teufel. Dieses Detail gibt dem ganzen Bild seinen Ton. Dabei ist die Szene klein und streng gebändigt. Gemalt ist sie in Leimfarbe auf feinem Leinen statt in Öl. Das lässt die Figuren blass und trocken wirken, fast wie gemeißelt. Als mögliches Gegenstück gilt eine Judith mit Holofernes in Dublin, doch diese Verbindung ist nicht gesichert.




