
Sarkophag der Heiligen Sergius und Bacchus
Details
Die Geschichte
Rund um diesen Sarkophag läuft eine Geschichte ohne Unterbrechung, Szene geht in Szene über. Sie erzählt von Sergius und Bacchus, nach der Legende zwei römischen Offizieren, die als Christen entlarvt wurden, weil sie den Göttern nicht opfern wollten. Zuerst wenden sich die beiden dem wahren Gott zu, von dem nur eine Hand am Himmel zu sehen ist, während ihre Gefährten vor einem thronenden Götzen stehen, der wie ein geflügelter Teufel aussieht. Unter ihnen erkennt das Museum Kaiser Maximinus Daia. Dann werden die beiden vor seinen Thron geführt und weisen ihn mit erhobenen Händen ab. Um die Ecke herum führt man sie gefangen ab, und auf der gegenüberliegenden Seite verurteilt der Statthalter Antiochus Bacchus zum Tod durch Keulenschläge und Sergius zur Enthauptung.
Für die Martern griff der Bildhauer auf weit ältere Vorbilder zurück. Das Museum führt die lebhaften Szenen auf spätrömische Sarkophage mit Barbarenschlachten zurück. Auf der letzten Schmalseite empfehlen die Heiligen mit beredten Gesten den knienden Abt Bonifacio dem thronenden Christus, und auf dem Deckel zielen zwei Bogenschützen auf einen Adler.