
Daniel Seghers / Cornelis Schut · PD
Skulptierte, mit Blumen geschmückte Kartusche mit einer Darstellung der Madonna mit Kind und dem heiligen Johannes
Details
Die Geschichte
Der Prado hält diese Tafel für sehr wahrscheinlich jene, die 1666 und noch einmal 1686 im Alcázar zu Madrid verzeichnet ist, in einem Kabinett, das man bei Hof el Retiradizo nannte. Zum Eintrag von 1686 gehört eine Notiz über ein Missgeschick. Das Bild war heruntergefallen, man hatte es in das Haus eines Malers gebracht, um es herrichten zu lassen, und es kam ohne Rahmen in den Palast zurück.
Um das Medaillon mit der Madonna, dem Kind und dem kleinen Johannes hängte Seghers Rosen, Tulpen und Nelken, Akelei, Maiglöckchen und Nieswurz. Das Verzeichnis des Museums, das alles Wachsende auf dieser Tafel festhält, findet außerdem einen Siebenpunkt-Marienkäfer, ein Lilienhähnchen, eine Schwebfliege und Blattläuse an den Stängeln.
Zwei Hände sind genannt. Die Blumen stammen von Seghers, die Figuren von Cornelis Schut, wobei der Museumskatalog von 1920 zwischen Schut und Erasmus Quellinus schwankte und sich für den Ersteren entschied. 1834 hatten die Schätzer des Königlichen Museums die ganze Tafel einem anderen Antwerpener Blumenmaler zugeschrieben, Van Kessel.




