
Selene und Endymion
Details
Die Geschichte
Bei Luca Giordano kommt die Liebe im Schlaf. So deutet das Museum dieses Bild und sein Gegenstück, einen Bacchus und Ariadne, die er beide zwischen 1675 und 1680 malte. Hier geschieht es in einer nächtlichen Hirtenszene. Die Göttin schwebt, in ein blaues Tuch gehüllt, zu dem schlafenden jungen Hirten Endymion herab.
Welche Göttin, darüber ist sich selbst das Museum nicht ganz einig. Auf seiner Liste der Meisterwerke heißt das Bild Diana und Endymion, im Saaltext ist von Selene die Rede. Beides hat seinen Grund. In der älteren Fassung des Mythos verliebt sich die Mondgöttin selbst, Selene, in den Schläfer auf dem Berghang, spätere Dichter übertrugen die Geschichte auf Diana, die römische Göttin, die man inzwischen mit dem Mond gleichsetzte. In dem Saal, in dem die beiden Bilder heute hängen, findet sich dieses Kobaltblau, wie das Museum anmerkt, im farbigen Stuck der Decke wieder.




