
Edvard Munch, Self-Portrait. Between the Clock and the Bed, 1940. Wikimedia Commons. · PD
Selbstbildnis. Zwischen Uhr und Bett
Details
Die Geschichte
Als Munch dieses Bild um 1940 begann, war er fast 80 und Norwegen gerade von deutschen Truppen besetzt. Drei Jahre zuvor hatten die Nationalsozialisten Dutzende seiner Werke als „entartet“ aus deutschen Museen entfernt. Munch zog sich auf seinen Hof Ekely bei Oslo zurück und mied jeden Kontakt mit dem Besatzungsregime. Er malt sich steif und aufrecht, zwischen einer hohen Standuhr ohne Zeiger und einem Bett mit bunter Decke. Hinter ihm öffnet sich eine Tür in einen Raum, an dessen Wänden seine eigenen Gemälde hängen, ein ganzes Leben Arbeit. Es ist sein letztes Selbstbildnis. Im Januar 1944 starb er auf Ekely, das Bild blieb in seinem Atelier.




