
Die Geschichte
Edvard Munch konnte sich von seinen eigenen Bildern nicht trennen. Er nannte sie seine Kinder, behielt die Fassungen, die er nicht verkaufen wollte, und malte dieselben verstörenden Motive wieder und wieder. Als er 1944 starb, hinterließ er den ganzen Bestand der Stadt Oslo, rund 1.100 Gemälde, 18.000 Druckgrafiken und Tausende Zeichnungen, den Kern von allem, was er je geschaffen hat. Die Stadt baute ein Museum darum, das 1963 eröffnete.
Damit wurde Oslo zu dem einen Ort, an dem sich Munch als Ganzes sehen lässt, von den mehreren Fassungen des Schreis über Das kranke Kind bis zur düsteren Madonna. An einem Sonntagmorgen im August 2004 kamen zwei bewaffnete Männer herein und rissen vor den Augen der Besucher einen Schrei und die Madonna von der Wand. Die Bilder blieben zwei Jahre verschwunden, bis die Polizei sie 2006 sicherstellte, beschädigt, aber zu retten.
2021 zog die Sammlung in einen 13-stöckigen Turm am Osloer Hafen, schlicht Munch genannt, wo die empfindlichen Werke immer nur wenige zugleich in und aus dem Licht wechseln.
Sammlung
33 Werke
VampirEdvard Munch, 1893
AngstEdvard Munch, 1894
Der KussEdvard Munch, 1897
Weihnachten im BordellEdvard Munch, 1904
Selbstbildnis. Zwischen Uhr und BettEdvard Munch, 1940
Karikaturbildnis der Tulla LarsenEdvard Munch, 1905
Der Tod des MaratEdvard Munch, 1907
TrennungEdvard Munch, 1896
Modell neben dem WeidenstuhlEdvard Munch, 1919
Galoppierendes PferdEdvard Munch, 1912
GolgathaEdvard Munch, 1900
VererbungEdvard Munch, 1897
StrandEdvard Munch, 1904
Der Tod und das KindEdvard Munch, 1899
VerzweiflungEdvard Munch, 1894
Auge in AugeEdvard Munch, 1899
Roter Wilder WeinEdvard Munch, 1898
Selbstbildnis mit WeinflascheEdvard Munch, 1906
Der TodesengelEdvard Munch, 1893
Die ForscherEdvard Munch, 1911
Der SchreiEdvard Munch, 1910
Der SchreiEdvard Munch, 1893
WinternachtEdvard Munch, 1900
Albert KollmannEdvard Munch, 1906
Dunkler FichtenwaldEdvard Munch, 1899