
Selbstbildnis
Details
Die Geschichte
Der Mantel aus goldgemusterter Seide, den Ferdinand Bol um 1669 unter einem roten Samtumhang trägt, ist nach Angaben des Museums japanisch. Solche Gewänder kamen über die Niederländische Ostindien-Kompanie nach Amsterdam. Der Shogun schenkte sie den Kompanieleuten bei ihrem jährlichen Besuch an seinem Hof in Edo, und in der Republik galten sie als begehrtes Zeichen eines weltgewandten Mannes. Bol stützt den Arm auf einen gemeißelten Amor, der über seinem Köcher eingeschlafen ist. Das Museum bringt das Bildnis mit seiner Heirat im selben Jahr in Verbindung, mit Anna van Erckel, einer reichen Witwe und einer seiner frühesten Auftraggeberinnen. Der originale geschnitzte Rahmen führt den Gedanken weiter. Seine vergoldeten Sonnenblumen folgen der Sonne wie ein Liebender der Geliebten.




