
Selbstbildnis
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Die Geschichte
Im Florenz der 1780er Jahre lebte man von den Reisenden. Die Engländer auf ihrer Grand Tour kamen durch die Uffizien und wollten ein Stück der Galerie mit nach Hause nehmen, und irgendjemand musste die Kopien malen, die sie kauften. Zwischen 1773 und 1793 fertigte Irene Parenti Duclos 39 Ölkopien von Gemälden der Sammlung an, die meisten für diesen Handel. Geschätzt wurde sie auch für die Enkaustik, jene alte römische Technik der Malerei mit heißem Wachs, für die man sich damals in Florenz wieder zu interessieren begann. Hier lässt sie die Arbeit der Kopistin hinter sich und blickt auf ihr eigenes Gesicht, Pinsel und Palette in der Hand, mit etwa 29 Jahren. Die Leinwand kam in die mediceische Sammlung der Künstlerselbstbildnisse, und so hängt die Frau, die für die Touristen die Meister vervielfältigte, am Ende neben ihnen.