Selbstbildnis

Judith Leyster · PD

Selbstbildnis


Details

Jahr
1630
Technik
Öl
Gattung
Gemälde
Maße
74,6 × 65,1 cm

Die Geschichte

Um 1630 war Haarlem eine wohlhabende Stadt mit einem hart umkämpften Kunstmarkt, auf dem heitere Szenen mit Musikanten und Zechern guten Absatz fanden. In diesem Umfeld malt sich die junge Judith Leyster vor der Staffelei, uns zugewandt, den Mund leicht geöffnet, als hätte man sie mitten im Gespräch unterbrochen. Auf der Leinwand vor ihr erscheint einer jener lachenden Geiger, die Art von Bild, die ihr am meisten einbrachte. Kurz darauf, 1633, trat sie in die Haarlemer Lukasgilde ein, als eine von nur zwei Frauen, die im ganzen Jahrhundert aufgenommen wurden. Die Infrarotaufnahme hat etwas Merkwürdiges gezeigt: Unter dem Geiger hatte sie zuerst ein Frauengesicht gemalt, fast sicher ihr eigenes, und es dann übermalt. Jahrhundertelang galt das Bild als ein Frans Hals, bis es 1949 ihr zurückgegeben wurde.

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