
Judith Leyster · PD
Das Ständchen
Details
Die Geschichte
1629 erlebt die junge niederländische Republik ihr goldenes Zeitalter, und in Haarlem signiert eine kaum zwanzigjährige Malerin diese Leinwand, eines ihrer frühesten datierten Werke. Judith Leyster zeigt einen Musiker im Halbbild, der die Laute und den Blick hebt, die breite weiße Halskrause von unten beleuchtet. Dieses indirekte Kerzenlicht kam aus Utrecht, wohin Maler wie Honthorst Caravaggios Helldunkel aus dem Süden gebracht hatten. Fast zwei Jahrhunderte lang galt das Bild als ein Frans Hals. Erst 1893 erkannte man in einer Ecke das kleine Monogramm, ein J und ein L, von einem Stern durchkreuzt, ein Spiel mit ihrem Namen, denn Leyster klingt im Niederländischen nach dem Polarstern.




