
Selbstbildnis von Augusto Bastianini
Details
Die Geschichte
Augusto Bastianini war 25, als er dieses Selbstbildnis 1900 malte, ein junger Toskaner, der zu Beginn eines neuen Jahrhunderts aufmerksam sein eigenes Gesicht studierte. Es ist ein ruhiges, genau beobachtetes Bild, verhalten in Brauntoenen und Schwarz, ohne die Effekte, zu denen ein Anfaenger greifen koennte. Er arbeitete in der schlichten, bodenstaendigen Manier, die die Florentiner Malerei noch bevorzugte, zu einer Zeit, als sich ein grosser Teil der europaeischen Kunst zu lockererem Pinselstrich und helleren Farben hin bewegte. Ein Selbstbildnis wie dieses war auch eine Art Bewerbung, denn Florenz hatte die Maler seit Langem eingeladen, der Stadt ihr eigenes Abbild zu hinterlassen, und seines reihte sich schliesslich in jene Galerie der Gesichter in den Uffizien ein. Er blickt ernst heraus, ohne Laecheln, ein junger Mann, der sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts an sich selbst misst.