
Selbstbildnis oder Bildnis des François Rivière
Details
Die Geschichte
Fast zwei Jahrhunderte lang trug dieses Gesicht den falschen Namen. Man fuehrte es als Selbstbildnis des Malers, erst spaeter deutete man es anders: als Portraet von Francois Riviere, einem franzoesischen Maler, der unten im Hafen von Livorno arbeitete, kleine komische Genreszenen malte und davon nie recht leben konnte. Vielleicht ist er es hier, mit seinem verhalten wehmuetigen Laecheln. Houbraken fasste ihn mit einem Kunstgriff ein. Der Kopf lehnt sich aus dem Schatten durch einen Riss in einer Leinwand, und die eigene Hand des Dargestellten scheint den Riss offenzuhalten. Auf der aufgeplatzten Leinwand liegt eine gemalte Blumengirlande, gerade das, wofuer Houbraken bekannt war. Eine Florentiner Ausstellung von 1729 verzeichnete das Bild schlicht als Blumenstueck mit dem darin gesetzten Bildnis des Herrn Riviera.