Selbstbildnis
Details
Die Geschichte
Als dieses Selbstbildnis 1783 entstand, sammelten die Uffizien schon seit über hundert Jahren Selbstporträts von Künstlern, und in diese Galerie eingeladen zu werden war ein Zeichen von Rang. Chiara Spinelli gehört ihr als Malerin und als Adlige zugleich an. 1744 geboren, arbeitete sie vor allem in Pastell, der damals für Bildnisse modischen Kreidetechnik, und wurde später Fürstin von Belmonte. Ihr Bildnis kam in die Uffizien neben die zweier anderer in Florenz tätiger Frauen, Irene Parenti Duclos und Anna Borghigiani, eine kleine Gruppe weiblicher Hände in einer lange von Männern beherrschten Sammlung. Sie zeigt sich schlicht, eher als arbeitende Porträtistin denn als Dame von Stand. Die Sammlung, der sie beitrat, zählt heute weit über 1.000 Gesichter, und ihres gehört zu den wenigen, die von einer Frau gemalt wurden.