
Anthony van Dyck · PD
Selbstbildnis
Details
Die Geschichte
Dieses Selbstbildnis hat zwei Daten, und eine Röntgenaufnahme zeigt, warum. Van Dyck malte es zuerst um 1620/21 in Antwerpen, noch vor seiner Abreise nach Italien. In dieser ersten Fassung hatte er den rechten Arm erhoben, die Hand lässig ans Kinn gelegt. Als er 1627 nach sechs Jahren in Italien zurückkam, überarbeitete er die Leinwand. Jetzt liegt der Arm parallel zum unteren Bildrand, eine Haltung, die das Museum auf italienische Vorbilder zurückführt, und er fügte die goldene Ehrenkette hinzu, die ihm der Herzog von Mantua 1622 verliehen hatte. Zurück in Antwerpen warb er um Auftraggeber, und die Pinakothek versteht das übermalte Bild als Empfehlung in eigener Sache, als Porträt eines Malers, der an einem italienischen Hof Ehren erworben hatte. 1806 kam es mit der Düsseldorfer Galerie nach München.




