Selbstbildnis

Anthony van Dyck · PD

Selbstbildnis


Details

Jahr
1617
Technik
Öl
Gattung
Gemälde
Maße
36,5 × 25,8 cm

Die Geschichte

Jahrhundertelang galt diese kleine Tafel als ein Rubens. Sie ist kaum größer als ein Blatt Schreibpapier, und als das Rubenshuis sie 1995 in New York ersteigerte, kaufte es ein Bildnis des jungen van Dyck von der Hand seines Lehrers.

Der Dargestellte dreht den Kopf über die Schulter und blickt heraus, eine Wendung, die eher zu van Dyck gehört als zu Rubens. Forscher der Universität Antwerpen und der KU Leuven untersuchten die Tafel mit MA-XRF, einem bildgebenden Verfahren, das die chemischen Elemente in der Farbe kartiert und so die Reihenfolge der Schichten sichtbar macht. Der Hut kam erst nachträglich hinzu. Das Gesicht darunter war runder angelegt, Kragen und Mantel zunächst deutlich schlichter.

Den Ausschlag gab der Flügel hinter der Schulter, rechts im Dunkeln. Er entspricht beinahe dem Flügel, den van Dyck wenige Jahre später in seinem Dädalus und Ikarus malte, dem Bild, in dem er Ikarus die eigenen Züge gab. Ungefähr 17 war er, als dieses hier entstand.

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