
Edvard Munch · PD
Trennung
Details
Die Geschichte
In den 1890er Jahren arbeitete Munch an dem, was er den Lebensfries nannte, einem Zyklus von Bildern uber Liebe, Angst und Tod, und zu dieser Abschiedsszene kehrte er mehr als einmal zuruck. Eine hellhaarige Frau steht am Ufer und blickt zur Seite, schon halb fort. Der Mann neben ihr hat sich in sich selbst zuruckgezogen, den Kopf gesenkt, eine Hand auf die Brust gepresst. Munch sagte, er male nicht, was er sehe, sondern was er gesehen habe, und dies ist eher Erinnerung als ein Augenblick. Darum kommt es auf ihr Haar an: eine lange Strahne zieht uber die Kluft zwischen beiden und windet sich um den Mann, als konne das Fortgehen das Band doch nicht durchtrennen. Bei seiner Hand zeigt sich im Gras eine kleine rote Pflanze, auf Hohe des Herzens, das in sie hineinzubluten scheint.




