
Wassily Kandinsky · PD
Himmelblau
Details
Die Geschichte
Kandinsky malte dieses Bild 1940, im ersten Kriegsjahr, in einer Wohnung in Neuilly am Rand von Paris. Aus Deutschland war er 1933 geflohen, als die Nationalsozialisten das Bauhaus schlossen, an dem er lehrte, und seine Kunst als entartet brandmarkten. Schon über siebzig und vom deutschen Publikum abgeschnitten, das sein Werk kannte, lebte er zurückgezogen und malte weiter. Über einem weiten, gleichmäßigen Feld aus blassem Blau treiben kleine, weich umrissene Formen, hell und rund, eher wie winzige Meerestiere oder Organismen unter einer Linse als etwas Geometrisches. Es ist eine leichtere, verspieltere Sprache als die harten Linien seiner Bauhaus-Jahre, gefunden in Paris in der Nähe von Malern wie Joan Miró und Jean Arp. Den Titel gab er nach der Farbe, die alles andere trägt, dem Blau des offenen Himmels.




