
Giovanni Battista Cima da Conegliano · PD
Der schlafende Endymion
Details
Die Geschichte
Cima da Conegliano malte sein Leben lang Altarbilder und stille Madonnen vor den Hügeln seiner venetischen Heimat. Diese kleine runde Tafel, kaum breiter als ein Teller, ist eine Seltenheit in seinem Werk: ein heidnisches Thema. Endymion war der Hirte, den die Mondgöttin so sehr liebte, dass sie ihn in einen endlosen Schlaf legte, um ihn Nacht für Nacht zu besuchen, während er für immer jung blieb. Cima bettet ihn in eine weite Dämmerungslandschaft, eher ein schlafender Mann als eine Gestalt des Mythos. Solche kleinen Mythologien entstanden um 1507 für die privaten Studierzimmer gebildeter Venezianer, die den alten Geschichten in den klassischen Texten wieder begegneten, die Venedigs Druckpressen damals schneller herstellten als irgendwo sonst in Europa.




