
Die Geschichte
Parmas Nationalgalerie ist in den Palazzo della Pilotta eingefügt, den riesigen Backsteinklotz, den die Farnese-Herzöge hochzogen, um den Apparat ihres Hofes unterzubringen. Die Gemälde erreicht man, indem man durch die größte Überraschung des Palasts geht, das Teatro Farnese, ein gewaltiges hölzernes Theater, 1618 erbaut, das Tausende fasst und fast nie genutzt wurde, nach der Zerstörung durch Bomben im Krieg wieder aufgebaut.
Die Sammlung gehört zu Parma. Ihre beiden einheimischen Genies beherrschen sie: Correggio, dessen weiche Figuren wie von innen erleuchtet scheinen, und Parmigianino, dessen elegante, langgezogene Heilige einen ganzen manieristischen Geschmack prägten. Das berühmteste einzelne Blatt aber ist ein kleiner unvollendeter Kopf von Leonardo da Vinci, 'La Scapigliata', eine junge Frau mit zerzaustem Haar, die aus kahlem braunem Grund auftaucht.
Weil die Galerie sich die Pilotta mit einem Archäologiemuseum, einer großen Bibliothek und einem Druckmuseum teilt, führt einen ein Ticket in Parma von einem Barocktheater durch Leonardo und Correggio hinaus zu römischen Bronzen.
Sammlung
14 Werke
La ScapigliataLeonardo da Vinci, 1500
Martyrium von vier HeiligenCorreggio, 1524
Die türkische SklavinParmigianino, 1533
Beweinung ChristiCorreggio, 1524
Madonna des heiligen HieronymusCorreggio, 1528
Madonna mit der SchüsselCorreggio, 1528
VerkündigungCorreggio, 1525
Die Heilung des BlindgeborenenEl Greco, 1570
Madonna mit Kind und den Heiligen Erzengel Michael und AndreasGiovanni Battista Cima da Conegliano, 1497
Madonna mit Kind und HeiligenAgostino Carracci, 1586
Der schlafende EndymionGiovanni Battista Cima da Conegliano, 1507
Mariä Himmelfahrt und der Erzengel MichaelDosso Dossi, 1533
Maria mit KindAnthonis van Dyck, 1621
Deesis mit dem Heiligen Paulus und der Heiligen KatharinaGiulio Romano, 1520