
Jindřich Štyrský · PD
Die Nachtwandlerin
Details
Die Geschichte
Štyrský malte die Nachtwandlerin 1925, Anfang zwanzig, als er zur jungen Avantgarde gehörte, die nach dem Ersten Weltkrieg im neuen Staat Tschechoslowakei in Prag aufkam. Zusammen mit seiner lebenslangen Gefährtin, der Malerin Toyen, näherte er sich einem Stil, den die beiden bald Artifizialismus nennen würden, Bildern, die auf erkennbare Motive verzichten und stattdessen weiche Farbfelder und treibende Formen zeigen. Hier sieht man, wie das beginnt. Der Titel verweist auf eine Gestalt, doch was erscheint, ist eine hohe, schmale Leinwand aus gedämpften Tönen und vagen Formen, mehr Stimmung als Szene. Die Mährische Galerie in Brünn kaufte die Leinwand 1965.