Jindřich Štyrský

Jindřich Štyrský

1899–1942 · Tschechoslowakei · Surrealismus


Die Geschichte

Einen grossen Teil seines Lebens fuhrte der tschechische Kunstler Jindrich Styrsky Buch uber seine Traume: Er schrieb sie beim Aufwachen nieder und machte daraus dann Gemalde und Collagen. Er behandelte den Traum als Arbeitsmaterial, Jahre bevor das zur surrealistischen Gewohnheit wurde, und diese Hefte erschienen erst lange nach seinem Tod, in einem Buch, das schlicht Traume heisst.

Styrsky arbeitete fast nie allein. Seit den fruhen 1920er Jahren war er mit der Malerin Toyen, geboren als Marie Cerminova, verbunden, und die beiden durchliefen gemeinsam Devetsil, die Prager Avantgardegruppe, und zogen dann weiter nach Paris. Dort riefen sie am Ende des Jahrzehnts eine eigene Richtung aus, die sie Artifizialismus nannten, eine Malerei, die wie Dichtung wirken sollte, ohne etwas zu beschreiben. Zuruck in Prag halfen sie 1934, die tschechische surrealistische Gruppe zu grunden.

Er betrieb ausserdem einen kleinen erotischen Verlag und gab dessen Zeitschrift heraus und schrieb Studien uber den Dichter Rimbaud und den Marquis de Sade. Von einem langen Herzleiden geschwacht, starb er 1942 mit 42 Jahren in Prag, wahrend der deutschen Besatzung, und ein grosser Teil seiner personlichsten Arbeiten blieb unveroffentlicht.

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Werke

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