
Anthony van Dyck · PD
Der heilige Martin teilt seinen Mantel
Details
Die Geschichte
Als van Dyck im Spätherbst 1620 nach London aufbrach, blieb diese Leinwand in Antwerpen zurück, im Haus von Rubens, in dessen Werkstatt er gearbeitet hatte. Sie stand dort lange genug, dass andere Maler nach ihr arbeiten konnten. Mehrere Kopien dieser Fassung sind bekannt.
Das Thema hatte er kurz zuvor schon einmal ausgeführt, als kleineres Tafelbild für die Pfarrkirche von Zaventem bei Brüssel. Die Leinwand in Windsor ist deutlich größer, und die Gruppe um das Pferd ist erweitert: eine Frau mit zwei Kindern, ein zweiter Bettler, ein Hund.
Danach ging das Bild ins Ausland. In den 1740er Jahren ist es in Spanien nachweisbar, und Friedrich Ludwig, Prince of Wales und ältester Sohn Georgs II., kaufte es vor September 1747. Er starb 1751, ohne je den Thron bestiegen zu haben. Die Royal Collection führt das Gemälde ohne einschränkenden Zusatz als eigenhändiges Werk van Dycks, unter der Nummer 405878.




