
Peter Paul Rubens, St Mary Magdalene in Ecstasy, 1620. Wikimedia Commons. · PD
Die heilige Maria Magdalena in Ekstase
Details
Die Geschichte
Rubens malte diese Leinwand um 1619 für ein Franziskanerkloster in Gent, mitten in der Gegenreformation, als die katholische Kirche der protestantischen Schlichtheit Bilder entgegensetzte, die den Körper ebenso rühren sollten wie den Geist. Maria Magdalena war inzwischen zum Vorbild der reuigen Sünderin geworden, und die Legende erzählte, sie habe ihre letzten Jahre als Einsiedlerin in einer Höhle in der Provence verbracht. Der Maler zeigt sie dort, am Eingang des Felsens, halb ohnmächtig im mystischen Verzücken, von zwei Engeln gehalten, damit sie nicht stürzt. 1794 nahmen französische Truppen das Bild mit, und seither hängt es im Museum von Lille.




