
Sebastiansaltar, rechter Flügel: Die hl. Elisabeth
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Die Geschichte
Elisabeth hat wirklich gelebt, und als Holbein sie malte, war sie seit fast 300 Jahren tot. Die Tochter des ungarischen Königs wurde mit 14 Jahren mit dem Landgrafen von Thüringen verheiratet und war mit 20 Witwe, denn ihr Mann starb auf dem Weg zum Kreuzzug. Danach kehrte sie dem Hof den Rücken, gründete 1228 in Marburg ein Hospital und pflegte dort die Kranken mit eigenen Händen. Sie starb 1231 mit nur 24 Jahren, und schon vier Jahre später sprach der Papst sie heilig. Im 16. Jahrhundert galt sie im ganzen deutschen Sprachraum als Inbegriff der Barmherzigkeit gegenüber Armen und Kranken. Genau bei dieser Arbeit zeigt Holbein sie auf dem rechten Flügel, 1516 in Augsburg gemalt, wo sie sich den Kranken zuwendet.


