Sebastiansaltar: Martyrium des hl. Sebastian

Sebastiansaltar: Martyrium des hl. Sebastian


Details

Jahr
1516
Technik
Öl auf Lindenholz
Gattung
Gemälde
Maße
153 × 107 cm

Die Geschichte

Wenn in einer süddeutschen Stadt die Pest ausbrach, rief man den heiligen Sebastian an. Hier ist der römische Offizier gefesselt, und eine Schar Bogenschützen schießt auf ihn. Weit hinten läuft die Legende bis zu ihrem Ende weiter, denn dort wird sein Leichnam in die Kloake Roms geworfen. Die beiden Flügel hängen in diesem Saal gleich neben der Mitteltafel. Sie zeigen die heilige Barbara und die heilige Elisabeth von Thüringen in Nischen, die der antiken Baukunst entlehnt sind. Alle drei galten als Fürsprecher bei Krankheit und für einen guten Tod.

Holbein hat das Werk 1516 datiert, und er greift die neuen Mittel der Renaissance mit großer Sicherheit auf, mit großen, nah herangerückten Figuren, antikem Ornament und leuchtender Farbe. Auf dem Elisabethflügel schaut ein bärtiger Mann zu, wie sie die Kranken pflegt, und in ihm sieht man traditionell den Maler selbst. Für welche Kirche der Altar entstand, weiß man nicht. Die erste sichere Spur führt zum Kollegium St. Salvator in Augsburg, von dem Bayern ihn 1808 oder 1809 kaufte.

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