
Stillleben mit Schachbrett
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Die Geschichte
1934 zeigte die Orangerie in Paris die Ausstellung „Maler der Wirklichkeit“ und holte damit vergessene französische Maler des 17. Jahrhunderts zurück ins Licht. Dieses Stillleben eröffnete den Katalog. Fünf Jahre zuvor war es in Berlin mit der Sammlung eines deutschen Industriellen versteigert worden, und ein Jahr nach der Ausstellung schenkte es der niederländische Sammler Pieter Smidt van Gelder dem Louvre. Über seine Bedeutung wird bis heute gestritten. Der Kunsthistoriker Charles Sterling deutete es 1952 als Allegorie der fünf Sinne, mit einem Gegenstand auf dem Tisch für jeden Sinn. Der Louvre sieht darin eher ein Vanitas-Stillleben, eine Mahnung an die Vergänglichkeit der Genüsse: Brot und Wein, Musik mit Mandora und aufgeschlagenen Noten, das Spiel mit Geldbeutel, Karten und Schachbrett. Als klassische Zeichen dafür nennt das Museum die kugelige Glasvase mit den Nelken und den Spiegel an der Wand. Datiert wird die Holztafel um 1630.

