
Stillleben mit Pfeife
Details
Die Geschichte
Kaum 32 Zentimeter hoch ist diese Leinwand von 1914. Am leichtesten findet man die Pfeife, deren langer brauner Stiel schräg vom Pfeifenkopf am unteren Bildrand aufsteigt. Pfeifen, Gläser, Flaschen und Zeitungen, das Inventar des Kaffeehaustischs, kehren in den kubistischen Stillleben jener Jahre ständig wieder, in Paris ebenso wie in Prag.
Auf der Tischplatte ringsum ahmen streifige Pinselzüge in Ocker und Braun offenbar eine Holzmaserung nach. Georges Braque, in jungen Jahren zum Dekorationsmaler ausgebildet, hatte diesen Kunstgriff in den Kubismus eingeführt. Sonst bleibt das Bild bei gedämpftem Grau, Cremeweiß und erdigem Rot, die Signatur läuft unten am Rand entlang. Seit 2012 hängt es als Dauerleihgabe der Wiener Sammlung Rotter im Belvedere.
