
Vasily Surikov · PD
Die Erstürmung der Schneestadt
Details
Die Geschichte
Im Winter 1888 stirbt Surikows Frau Elizaveta, und der Maler der großen Volkstragödien hört für lange Zeit auf zu arbeiten. Um wieder zu Kräften zu kommen, kehrt er in seine Heimat zurück, nach Krasnojarsk in Sibirien, zu den Seinen. Sonst malte er Hinrichtungen und Aufstände. Hier wählte er ein für ihn seltenes Thema: ein fröhliches Spiel des Maslenitsa-Festes, das er als Kind gesehen hatte. Nach einem alten sibirischen Brauch bauten die jungen Leute am letzten Tag des Festes eine Burg aus Schnee und nahmen sie im Sturm. Ein Reiter trieb sein Pferd an und brach durch die Schneemauer, während die Verteidiger das Tier mit Zweigen und Besen schlugen, um es zu erschrecken. Seine eigenen Verwandten standen Modell, und sein Bruder half ihm, die Szene im Hof aufzubauen. Dieses Spiel führte ihn nach düsteren Jahren zur Malerei zurück, und 1900 erhielt das Bild eine Medaille auf der Weltausstellung in Paris. Genau in der Mitte durchbricht das Pferd schon die Mauer, unter einem Hagel von Rutenschlägen.




