
Anthony van Dyck · PD
Der Apostel Simon
Details
Die Geschichte
Van Dyck war noch keine 20, als er in Antwerpen ganze Apostelfolgen malte, Halbfiguren auf kleinen Holztafeln, verkauft als Satz. Eine dieser Folgen kam im Januar 1693 in London unter den Hammer, als ein einziges Los, die zwölf Apostel und der Heiland. Käufer war wohl Robert Spencer, Earl of Sunderland. Die Tafeln gingen nach Althorp, dem Landsitz der Familie in Northamptonshire, und blieben dort fast drei Jahrhunderte. Diese hier zeigt Simon, die Hand auf einer Säge, dem Werkzeug, mit dem er der Überlieferung nach getötet wurde. Der Kopf ist so weit gedreht, dass das Profil halb im Schatten liegt. 1985 kaufte das Getty Museum die Tafel, kurz nachdem sie Althorp verlassen hatte. Auf der Rückseite sitzt noch ein rotes Wachssiegel mit Greif, Drache und Krone, darunter der Wahlspruch der Spencers, Dieu défend le droit.




