
Bartolomé Esteban Murillo · PD
Die Unbefleckte Empfängnis von Aranjuez
Details
Die Geschichte
Um 1675 malte Murillo in Sevilla diese Unbefleckte Empfängnis, eines der Themen, zu denen er immer wieder zurückkehrte. Die Unbefleckte Empfängnis meint nicht die Geburt Christi. Sie steht für den Glauben, dass Maria selbst ohne die Erbsünde empfangen wurde. Im Spanien des 17. Jahrhunderts war diese Verehrung fast eine nationale Leidenschaft. Sevilla lebte dafür, und die Krone drängte Rom, sie zum Dogma zu erklären, was erst 1854 geschah. Murillo löste das Thema in seiner duftig-weichen Manier: eine junge Maria auf der Mondsichel, in blauem Mantel und weißem Gewand, von einem Chor kleiner Engel emporgetragen, den Blick nach oben. Heute hängt das Bild im Prado, der fünf seiner Unbefleckten Empfängnisse bewahrt. Es kam aus der Kapelle des königlichen Schlosses von Aranjuez, daher der Name.




