
August Macke · PD
Die Frau des Künstlers mit Hut
Details
Die Geschichte
Hundert Jahre lang blieb dieses Bildnis im Besitz der Familie. Erst 2014 kaufte es das Museum in Münster, das es zuvor 33 Jahre lang als Leihgabe gezeigt hatte.
Gemalt wurde es 1909 am Tegernsee. Elisabeth Gerhardt war 21 und seit wenigen Wochen mit dem Maler verheiratet. Die Hochzeit war am 5. Oktober in Bonn, danach ging es auf Hochzeitsreise nach Paris, wo Macke sich Matisse und die Fauves genau ansah, und Ende des Monats bezogen die beiden ein Haus in Oberbayern. Dort entstand das Bild, mit dem kleinen grünen Hut, dem blauen Band und der weißen Feder, der Bernsteinkette, der violetten Jacke.
Mit der Heirat war auch das Geld geregelt. Ihr Vater stellte pharmazeutische Geräte her, ihr Onkel Bernhard Koehler, Berliner Fabrikant und Sammler, zahlte Macke eine feste Rente, die ihm das Malen ohne Brotberuf erlaubte. Angelegt hatte Macke das Porträt zunächst als Kniestück und beschnitt es dann auf Kopf und Schultern.
Elisabeth überlebte ihn um 64 Jahre und schrieb ein Buch über die gemeinsamen Jahre.




