
Hubert Robert · PD
Das Badebecken
Details
Die Geschichte
1777 wettete der Comte d'Artois, der jüngste Bruder König Ludwigs XVI., mit Marie-Antoinette, er könne im Bois de Boulogne in weniger als drei Monaten einen Lustpavillon errichten. Hunderte Arbeiter zogen das kleine Schloss Bagatelle in etwa neun Wochen hoch. Für die Ausstattung des Baderaums wandte sich Artois an Hubert Robert, der für seine verfallenen Bögen und Säulen so berühmt war, dass man ihn in Paris Robert der Ruinen nannte. Dies ist eine von sechs Tafeln, die er lieferte. Die Szene ist reine Erfindung: ein überwucherter italienischer Tempel mit einer Venusstatue, Wasser, das aus Brunnen in ein Becken stürzt, in dem Gestalten baden. Mehr als ein Jahrhundert später kaufte der amerikanische Finanzier J. P. Morgan die ganze Folge, und 1917 gelangte sie an das Museum in New York.
