Der Strand von Trouville

Eugène Louis Boudin · PD

Der Strand von Trouville


Details

Jahr
1869
Technik
Öl
Gattung
Gemälde
Maße
22,5 × 36,5 cm

Die Geschichte

„Die Bauern haben ihre Maler“, schrieb Boudin 1868 an einen Freund, und er fragte, ob nicht auch die Bürger, die bei Sonnenuntergang auf der Mole flanieren, ein Recht darauf hätten, gemalt zu werden. Er verteidigte damit ein Thema, das ihn seit Jahren beschäftigte. Seit 1863 fuhr die Eisenbahn von Paris bis nach Trouville an der normannischen Küste, und aus dem Fischerort war ein Sommerziel der Pariser Gesellschaft geworden. Auf der anderen Seite des Flüsschens Touques hatte der Herzog von Morny, ein Halbbruder Napoleons III., das Seebad Deauville aus dem Boden stampfen lassen. Dieses Bild stammt aus dem Sommer 1869 und ist auf eine kleine Holztafel gemalt, kaum 37 Zentimeter breit. Holz nahm Boudin gern mit an den Strand, weil es im Wind nicht schwankte wie eine gespannte Leinwand. Kein Jahr später erklärte Frankreich Preußen den Krieg, und das Zweite Kaiserreich brach binnen Wochen zusammen. Auf der Tafel stehen die Damen in grünen, gelben und roten Kleidern noch in Grüppchen unter zwei Schirmen, rechts wartet eine Badekabine, und draußen in der Brandung sind ein paar Badende zu erkennen.

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