Der Bucintoro am Molo am Himmelfahrtstag

Canaletto · PD

Der Bucintoro am Molo am Himmelfahrtstag


Details

Künstler
Canaletto
Jahr
1740
Technik
Öl auf Leinwand
Gattung
Gemälde
Maße
120,5 × 157 cm

Die Geschichte

Als Canaletto um 1740 diese Szene malte, war die vergoldete Staatsgaleere am Molo noch recht neu. Venedig hatte sie zwischen 1722 und 1728 im Arsenal gebaut, 1729 lief sie zum ersten Mal aus. Es war der letzte Bucintoro, das Prunkschiff, mit dem der Doge jedes Jahr an Christi Himmelfahrt nach San Nicolò am Lido fuhr, zur Vermählung der Stadt mit dem Meer. Der Bildhauer Antonio Corradini schmückte das Schiff mit Schnitzwerk, am Bug erhob sich eine hohe Figur der Gerechtigkeit. Canaletto wählt einen zentralen Blickpunkt genau gegenüber dem Dogenpalast, und die Pinakothek hebt hervor, wie locker und zugleich genau er die Einzelheiten setzt. Das Schiff überlebte die Republik nur kurz. Nachdem die Franzosen Venedig 1797 eingenommen hatten, wurden 1798 seine Aufbauten verbrannt, um das Gold zu gewinnen. Die Österreicher bestückten den nackten Rumpf später mit Kanonen und legten ihn vor die Einfahrt der Lagune. 1824 wurde er im Arsenal abgewrackt, wo er einst entstanden war.

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