
Anthony van Dyck · PD
Der Kardinal-Infant Ferdinand von Österreich
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Die Geschichte
Anfang September 1634 schlug ein spanisch-kaiserliches Heer bei Nördlingen die Schweden. Zu seinen Befehlshabern gehörte Ferdinand von Österreich, der jüngere Bruder Philipps IV., mit zehn Jahren Kardinal geworden und nach dem Tod seiner Tante Isabella als Statthalter in die Spanischen Niederlande geschickt. Am 4. November hielt er seinen feierlichen Einzug in Brüssel, und was er an diesem Tag trug, hat Van Dyck festgehalten. Ein Inventar des Madrider Alcázar von 1636 zählt es Stück für Stück auf, den karmesinroten Samtrock mit Goldborte, die goldbestickte karmesinrote Schärpe, den Kommandostab in der rechten Hand, den Brokatvorhang dahinter, und hält fest, dass das Bild von der Hand Van Dycks stamme. Nach Madrid gebracht hat es der Marqués de Leganés, ein spanischer Feldherr und Sammler. Das Bildnis war so gefragt, dass Kopien in Sammlungen wie die des Kardinals Mazarin gelangten und die Stadt Antwerpen beim Maler selbst eine Wiederholung für ihr Rathaus bestellte.




