Die Großmut des Scipio

Giovanni Bellini · PD

Die Großmut des Scipio


Details

Jahr
1506
Technik
Ölfarbe
Gattung
Gemälde
Maße
74,8 × 356,2 cm

Die Geschichte

Um 1505 bestellte der Kardinal Marco Cornaro für das Studiolo seines Bruders in Venedig eine Reihe von Bildern, und mit dem ersten war Andrea Mantegna beauftragt. Als Mantegna 1506 starb, übernahm der schon greise Giovanni Bellini diese Tafel und malte sie in Mantegnas Manier weiter: in Grisaille, also nur in Grautönen, wie ein steinernes Relief. Es ist das einzige erhaltene Bild dieser Art von Bellini. Über gut drei Meter zieht sich ein Fries von Figuren im antiken Gewand. Erzählt wird die Mäßigung des römischen Feldherrn Scipio, der eine gefangene Braut unberührt ihrem Verlobten zurückgibt, ein altes Vorbild für Selbstbeherrschung. Bellini gibt der Szene die Farblosigkeit des Marmors und lässt sie doch atmen wie gemalte Menschen.

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