
Kreuzigung Christi
Details
Die Geschichte
Links ragt ein kahler, zersplitterter Baum ins Bild, und tief am Horizont glüht der Himmel rot unter einem dunklen Streifen. Um 1510/1520 gaben Maler entlang der Donau, in Bayern und Österreich, der Landschaft ein Gewicht, das sie in religiösen Bildern selten hatte. Die Kunstgeschichte fasste sie später als Donauschule zusammen, und das Belvedere ordnet den namenlosen Maler dieser Tafel dort ein. Im Vordergrund sinkt Maria zu Boden, gestützt von Johannes im roten Gewand, daneben beugt sich eine Frau mit roter Kapuze zu ihr. Auf der anderen Seite des Kreuzes steht ein Soldat in Plattenrüstung und rotem, goldgestreiftem Wams, gekleidet wie ein Zeitgenosse des Malers, und hebt die offene Hand. Vermutlich ist es der Hauptmann, der in den Evangelien Christus als Gottes Sohn erkennt. Das Museum erwarb die Tafel 1914 aus Wiener Privatbesitz.




