
Die Kreuzigung des Pariser Parlaments
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Die Geschichte
Mehr als drei Jahrhunderte lang hing diese Tafel in der Großen Kammer des Parlement von Paris, des obersten Gerichtshofs des Königreichs, im Palast auf der Île de la Cité. Dieser Palast ist auf dem Bild selbst zu sehen, in der Ansicht von Paris hinter den Heiligen, zusammen mit der Seine und der alten Burg des Louvre. Bestellt wurde das Werk wohl 1452. Erst 16 Jahre zuvor war das Gericht aus Poitiers zurückgekehrt, wohin es ausgewichen war, solange Engländer und Burgunder Paris beherrschten. In diesem Saal hielten die Könige persönlich ihre lits de justice ab, Sitzungen, in denen sie die Richter zwangen, königliche Erlasse einzutragen. Der Maler ist nur als Meister des Dreux Budé bekannt. Dass er André d'Ypres war, ist bislang nur eine Hypothese. 1904 verließ die Tafel das Gericht, als man religiöse Bilder aus den französischen Gerichtssälen entfernte.