
Paolo Uccello · PD
Kreuzigung mit der Jungfrau, Johannes dem Täufer, Johannes dem Evangelisten und dem heiligen Franziskus
Details
Die Geschichte
Um 1460 lernte Florenz seit einer Generation, auf einer flachen Tafel mit gezogenen Linien und Fluchtpunkten Tiefe zu öffnen, und wenige jagten dieser Geometrie so verbissen nach wie Paolo Uccello. Hier trägt er sie in eine Kreuzigung. Das Kreuz steht genau in der Mitte, je zwei Trauernde zu beiden Seiten, dunkler Himmel oben und dunkle Erde unten, sodass sich die Tafel in eine fast vollkommene Symmetrie faltet. Gemalt ist sie in Tempera, dem mit Ei gebundenen Pigment in dünnen Lagen, jener Technik, die die Florentiner Werkstätten gerade erst gegen die Ölmalerei einzutauschen begannen. Am Fuß kniet der heilige Franziskus, der nach der Überlieferung dieselben fünf Wunden Christi empfing, und Uccello lässt ihn sich ans Holz drängen, während Maria und die beiden Johannes die Ecken seines sorgsamen Rasters halten.


