
Der Tod Baras
Details
Die Geschichte
Dreieinhalb Meter hoch ist diese Leinwand, ein Staatsauftrag von 1880, der 1883 im Salon zu sehen war. Sie zeigt den Tod von Joseph Bara, einem 14-jährigen Jungen aus Palaiseau südlich von Paris, der 1793 im Krieg in der Vendée ums Leben kam. Sein Vorgesetzter, General Desmarres, meldete dem Nationalkonvent nur, der Junge sei lieber gestorben, als die zwei Pferde herauszugeben, die er führte. Robespierre machte daraus die Legende vom Knaben, der sich weigerte, „Es lebe der König“ zu rufen. Weerts dagegen bleibt bei den Pferden. Der Junge in der roten Husarenjacke hat die Zügel noch in der Hand, während Bauern mit Sensen und einem Bajonett auf ihn eindringen. Von 1926 bis 1979 hing das Bild in der Präfektur in Colmar, danach im Rathaus von Palaiseau zum 200. Geburtstag Baras, und 1986 kam es ins Musée d'Orsay.