Grablegung Christi

Grablegung Christi


Details

Jahr
1565
Technik
Öl auf Holz
Gattung
Gemälde
Maße
180 × 129 cm

Die Geschichte

Der Leichnam Christi wird gleich in einen antikisierenden Sarkophag gesenkt, vielleicht aus rotem Porphyr, dem Stein, den die Römer den Gräbern ihrer Kaiser vorbehielten. Maria Magdalena kniet und hält seine Beine, ein bärtiger Mann, Joseph von Arimathäa oder vielleicht Nikodemus, trägt das Gewicht, und oben trauert Maria. Jacopino zeigt den Toten aufrecht und frontal, ganz ähnlich wie Michelangelo ihn in seiner späten Marmorpietà gemeißelt hat, die heute im Dommuseum von Florenz steht. Der bärtige Mann blickt uns direkt an. Das Museum verbindet diesen Blick mit einem Psalmvers, der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein geworden, und mit der schweren, schräg gesehenen Platte unten, die das Grab verschließen wird. Die Tafel wird meist in die 1560er-Jahre datiert. Ein Inventar der Familie Massimo von 1677 nennt eine große Tafel Jacopinos mit denselben Maßen, allerdings ohne Thema, und Beschreibungen des Palazzo Massimo alle Colonne in Rom aus dem frühen 20. Jahrhundert schrieben das Bild noch Francesco Salviati zu.

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