
Peter Paul Rubens, The Disembarkation at Marseilles, 1622. Wikimedia Commons. · PD
Die Landung in Marseille
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Die Geschichte
Als Maria de' Medici im Jahr 1600 in Marseille an Land ging, um den französischen König Heinrich IV. zu heiraten, war das ein ziemlich gewöhnlicher Vorgang. Sie hatten sich nie gesehen, die Ehe war per Stellvertreter geschlossen. Über 20 Jahre später, als verwitwete Königin im Ringen um Einfluss, gab sie bei Rubens einen Zyklus von 24 riesigen Leinwänden über ihr eigenes Leben in Auftrag, und jede unbequeme Tatsache musste zu Ruhm werden. Über dem Schiff bläst die Fama zwei Trompeten, eine behelmte Frauengestalt, Frankreich selbst, breitet die Arme aus. Doch die eigentliche Schau macht Rubens unten im Wasser: drei prächtige Nereiden und ein Meergott ziehen glänzend und halb untergetaucht die Taue. Im Louvre stehen die Betrachter meist vor ihnen, nicht vor der Königin.




