
Fra Angelico · PD
Dominikanerheilige
Details
Die Geschichte
Auf dieser schmalen Tafel drängen sich nur Dominikaner, in schwarzem Mantel über weißem Habit, und keiner von ihnen trägt einen vollen Heiligenschein. Stattdessen gehen feine goldene Strahlen von ihren Köpfen aus. So kennzeichneten Maler die Seligen, Menschen, die nach ihrem Tod verehrt, aber noch nicht heiliggesprochen waren. Ein Mönch hält ein Buch und eine kleine rote Flamme. Sein Name steht auf dem Habit, es ist Vinzenz Ferrer, der spanische Bußprediger, der 1419 gestorben war. Als Fra Angelico die Tafel um 1423 bis 1424 malte, lag sein Tod erst wenige Jahre zurück, und gerade seine Anwesenheit zeigt, dass der Altar nicht vor 1419 entstanden sein kann. Zum Heiligen erklärt wurde Ferrer 1455. In der unteren Reihe kniet Agnes von Montepulciano, eine toskanische Priorin, die viel länger warten musste, bis 1726.




