
Daniele Crespi · PD
Der Traum des heiligen Josef
Details
Die Geschichte
Um 1620 stand Mailand unter einer strengen Kirchenreform, die religiöse Bilder klar, schlicht und für den einfachen Gläubigen nachfühlbar haben wollte. Genau das lieferte Daniele Crespi. Josef ist auf seinem Stuhl eingeschlafen, mitten unter dem Werkzeug des Zimmermanns, die Späne noch am Boden, während ein Engel sich herabbeugt, ihn an der Schulter berührt und ihn zu Maria und dem Kind weist. Es ist der Traum, in dem er gewarnt wird, die Familie zu nehmen und nach Ägypten zu fliehen. Nichts Erhabenes liegt darin, nur ein müder Mann, den man in der Nacht weckt. Crespi zählte zu den begabtesten Malern der Stadt und hatte wenig Zeit. Er starb in der Pest, die Mailand 1630 heimsuchte, kaum über 30.
