
El Greco · PD
Die Grablegung Christi
Details
Die Geschichte
Als Harold Wethey 1962 das Werk El Grecos katalogisierte, führte er diese Tafel unter den Arbeiten eines Nachfolgers. Danach blieb sie jahrzehntelang in der Schwebe. José Álvarez Lopera hielt sie 1993 für eigenhändig und meldete 2007 Zweifel an. Der Fachmann, der sie vor der Versteigerung 2013 in New York prüfte, gab sie wieder El Greco. Gemalt ist sie auf Fichten- oder Tannenholz, 36,5 Zentimeter hoch, in Tempera mit Öl. El Greco lebte in den frühen 1570er Jahren in Rom und zahlte dort im September 1572 seinen Beitrag an die Lukasgilde, eingeschrieben als Miniaturmaler. Auf der kleinen Fläche drängt sich die ganze Grablegung. Die Magdalena kniet vorn in Goldgelb, Nikodemus und zwei jüngere Männer nehmen das Gewicht des Leichnams auf, Maria hält die Füße ihres Sohnes, und auf den Hügeln dahinter steht niemand außer den Trauernden. Die Haltung Christi stammt aus Michelangelos Pietà, um etwa 90 Grad gedreht, damit der Körper längs des Grabes liegt. Öffentlich zu sehen war die Tafel ein einziges Mal, 1981 in Venedig. Die übrige bezeugte Zeit verbrachte sie in Privatbesitz, vor dem Krieg in Genf, danach in Paris.




